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Exotische Früchte sind längst nicht mehr nur im Urlaub zu finden. Einst zählte die Banane dazu, heute ist sie aus dem Obstregal nicht mehr wegzudenken. Hier stellen wir dir drei weitere vor: Ananas, Papaya und Passionsfrucht. Du erfährst, woher sie kommen, woran du reife Früchte erkennst, wie du sie lagerst und wie drei Rezepte mit Urlaubsfeeling gelingen. Weitere exotische Früchte findest du bei uns im Shop. Ein Beispiel für eine andere Frucht mit besonderer Geschichte ist die Kiwi: Kiwi Rezepte: Herkunft, Geschmack und drei Ideen.

Ananas: Herkunft, Einkauf und Lagerung

Die Ananas gilt als Königin der Früchte, denn sie trägt eine Krone. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika, Botaniker vermuten den Ursprung in Paraguay. Angebaut wird sie vor allem in Mittel- und Südamerika, aber auch in Thailand, Afrika und China. Bis zur Ernte können bis zu drei Jahre vergehen. Es gibt ungefähr 100 verschiedene Sorten mit ein bis vier Kilo schweren Früchten.

In Österreich ist die Ananas fast ganzjährig erhältlich, rund um Weihnachten ist das Angebot meist größer. Die Frucht schmeckt süß-säuerlich und sehr saftig.

Frische Ananas erkennst du daran, dass sich die inneren Blätter leicht herauszupfen lassen. Eine ganze reife Frucht hält bei Zimmertemperatur 2 bis 3 Tage. Angeschnittene Früchte gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 1 bis 2 Tagen gegessen werden.

In der Küche hat die Ananas eine Besonderheit: Sie enthält das Enzym Bromelain, das Eiweiß aufspaltet. Deshalb wird Fleisch zarter, wenn du es vor der Zubereitung in Ananassaft einlegst. Rohe Ananas sollte nicht mit Gelatine vermengt werden, denn sie verhindert das Erstarren. Auch Milchprodukten gibt rohe Ananas einen bitteren Geschmack. Die rohe Frucht kurz mit heißem Wasser zu übergießen, kann den Effekt mildern.

Papaya: Herkunft, Einkauf und Lagerung

Die Papaya heißt auch Baummelone, denn sie wächst auf Bäumen und erinnert in Aussehen und Geschmack an eine Zuckermelone. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und ist fast ganzjährig erhältlich. Sie schmeckt süßlich mild und ist sehr saftig. Mehr über Melonen liest du im Beitrag Melonen: Sorten und Unterschiede.

Kaufe am besten reife Früchte, denn sie reifen kaum nach. Reif ist eine Papaya, wenn die Schale gelb gefärbt ist und bei leichtem Fingerdruck nachgibt. Im Kühlschrank hält die Frucht bis zu eine Woche. Bei Zimmertemperatur solltest du sie innerhalb von 2 bis 3 Tagen essen. Für längere Haltbarkeit kannst du das Fruchtfleisch pürieren oder klein würfeln, mit Zitronensaft beträufeln und einfrieren.

Auch die Kerne der Papaya sind essbar. Trockne oder röste sie in der Pfanne oder im Backrohr, dann halten sie länger. Sie schmecken ein wenig nach Pfeffer und Kresse und passen getrocknet zu Salaten, Suppen und Eintöpfen.

Passionsfrucht: Herkunft, Einkauf und Lagerung

Die Passionsfrucht heißt auch Maracuja. Ihren Namen verdankt sie gläubigen Menschen, die in den Blüten mit ihren Stempeln die Dornenkrone Christi erkannten. Ihren Ursprung hat sie in Südamerika, Brasilien gilt als Hauptlieferant. In Österreich ist sie fast ganzjährig erhältlich und schmeckt einzigartig süß-säuerlich. Das Fruchtfleisch kannst du samt Kernen essen.

Wer es säuerlich-frisch mag, greift beim Einkauf zu Früchten mit glatter Schale. Für mehr Süße wählst du Passionsfrüchte mit schrumpeliger Schale. Als Tropenfrucht verträgt sie Kälte schlecht, lagere sie daher bei Zimmertemperatur. Ganze Früchte halten bis zu eine Woche, angeschnittene isst du am besten gleich.

Exotische Früchte: Urlaubsfeeling auf dem Teller

Exotische Früchte schmecken als Snack und als Zutat im Obstsalat. Diese drei Rezeptideen bringen Urlaubsfeeling auf den Teller. Ananas, Papaya und Passionsfrucht stecken in allen dreien.

Rezept: Exotic Smoothie

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Passionsfrüchte
  • ¼ Ananas
  • ¼ Papaya
  • 1 EL Honig oder Agavendicksaft
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:

  1. Ananas schälen, Strunk entfernen und das Fruchtfleisch in grobe Würfel schneiden.
  2. Die Papaya ebenfalls schälen, halbieren, die Kerne ausschaben und das Fruchtfleisch grob schneiden.
  3. Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtmark mit einem Löffel ausschaben.
  4. Zitrone halbieren und den Saft einer Zitronenhälfte auspressen.
  5. Die kleingeschnittenen Früchte und das Fruchtmark in einen Standmixer füllen, Honig oder Agavendicksaft zufügen und mit dem Zitronensaft übergießen.
  6. Alle Zutaten fein pürieren und nach Belieben mit Wasser aufgießen. In Gläser füllen und genießen.

Rezept: Kokosmilchreis mit exotischem Röster

Zutaten für 2 Portionen:

  • 400ml Kokosmilch aus der Dose
  • 300ml Wasser
  • 125g Milchreis oder Risottoreis
  • 70g Zucker
  • 10g Maisstärke
  • 2 Passionsfrüchte
  • 2 EL Kokosflocken
  • ½ Papaya
  • ¼ Ananas

Zubereitung:

  1. Reis mit Kokosmilch, 200ml Wasser und 40g Zucker unter gelegentlichem Rühren köcheln, bis die Flüssigkeit fast vollständig aufgesogen ist und der Reis gar ist.
  2. Ananas schälen, Strunk entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden.
  3. Papaya schälen, halbieren, Kerne mit einem Löffel ausschaben und das Fruchtfleisch ebenfalls klein würfeln.
  4. Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtmark mit einem Löffel entnehmen.
  5. Die Ananas, Papaya und das Fruchtmark der Passionsfrüchte zusammen mit dem restlichen Zucker und 100ml Wasser in einer tiefen Pfanne zum Kochen bringen.
  6. Maisstärke mit 1-2 EL Wasser glattrühren und dem Fruchtmix zufügen. Unter Rühren 2-3 Minuten köcheln lassen, bis die Masse ein wenig eindickt.
  7. Den Kokosmilchreis auf zwei Schalen verteilen, mit dem exotischen Röster übergießen und mit den Kokosflocken garnieren.

Rezept: Exotische Früchte-Tarte

Zutaten für 1 Tarteform:

  • 150g glattes Mehl (z.B. Weizen oder Dinkel)
  • 100g Butter
  • 50g Staubzucker
  • 20g Zucker
  • 10g Kokosblütensirup
  • 2 EL Wasser
  • 2 Passionsfrüchte
  • 1 Prise Salz
  • ½ Papaya
  • ½ Ananas

Zubereitung:

  1. Mehl, Butter, Staubzucker, Wasser und eine Prise Salz miteinander vermengen und zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Zwischen zwei Bögen Backpapier zu einer runden Form ausrollen, mit samt der unteren Lage Backpapier in eine Tarteform legen und den Teig an den Rändern hochziehen und andrücken.
  3. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und im vorgeheizten Backrohr bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20 Minuten hellbraun backen.
  4. In der Zwischenzeit die Passionsfrüchte halbieren, das Fruchtmark entnehmen und zusammen mit dem Zucker in einem Topf kurz aufkochen und anschließend abkühlen lassen.
  5. Ananas schälen, Strunk entfernen und das Fruchtfleisch in 1-2 cm dicke Streifen schneiden.
  6. Papaya ebenfalls schälen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entnehmen. Das Fruchtfleisch auch in 1-2 cm dicke Streifen schneiden.
  7. Die Ananas- und Papaya-Streifen in einer Pfanne ohne Öl beidseitig goldbraun anbraten.
  8. Tarte aus der Form nehmen und mit den gekochten Passionsfrüchten gleichmäßig bestreichen. Anschließend abwechselnd mit den gebratenen Ananas- und Papaya-Streifen belegen.
  9. Vor dem Servieren mit Kokosblütensirup garnieren.

Die Zutaten bringen wir dir: Mit einem Rezeptkisterl kommen Rezept und Zutaten zusammen, in Graz bis 12 Uhr bestellt, am selben Abend geliefert. Den Smoothie kannst du mit Agavendicksaft süßen.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine reife Ananas?

Die inneren Blätter lassen sich leicht herauszupfen. Eine ganze reife Frucht hält bei Zimmertemperatur 2 bis 3 Tage.

Wie lagere ich Papaya?

Reife Papaya hält im Kühlschrank bis zu eine Woche, bei Zimmertemperatur 2 bis 3 Tage. Püriert oder gewürfelt und mit Zitronensaft beträufelt kannst du sie einfrieren.

Woher kommt die Passionsfrucht?

Aus Südamerika. Brasilien gilt als Hauptlieferant.

Warum darf rohe Ananas nicht in Gelatine?

Das Enzym Bromelain verhindert, dass Gelatine erstarrt.

Aktualisiert im Oktober 2026.