Der Sommer verzaubert mit den süßesten Früchten. Prall, saftig, fruchtig und pelzig! Bei dieser Beschreibung kommt einem doch gleich der Pfirsich in den Sinn. Oder doch lieber glatte Haut? Also die Nektarine! Sind doch beide gleich! Ja? Nein? Was denn nun?

Dürfen wir vorstellen: Der Pfirsich!

Diese pelzige Frucht wächst auf einem Baum und zählt zum Steinobst. Das ist eine Pflanzenart, deren innerer Teil eine verholzte, ungenießbare Fruchtwand (Stein) bildet und außen von einem saftigen Fruchtfleisch umgeben ist. Der Pfirsichbaum zählt zu den Rosengewächsen und erreicht eine Wuchshöhe von 1 bis 8 Metern. In Mitteleuropa trägt dieser Baum im März/April seine blass rosafarbenen Blüten. Die Steinfrucht, also der Pfirsich, hat einen Durchmesser von 4 bis 10 cm. Eine Längsfurche teilt die Frucht, die Schale ist blassgrün oder gelb. Auf der Sonnenseite färbt sich diese rötlich. Die Schale ist mit einer samtigen Behaarung bedeckt. Der ungenießbare Kern hat eine dicke Schale, tiefe Furchen, ist sehr hart und wird daher als Steinkern bezeichnet. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig, dickschichtig und je nach Sorte weiß-, gelb- und rotfleischig. Die Pflanze ist sehr wärmeliebend, daher gedeiht sie in Österreich nur in Gegenden mit weinbauklimatischen Bedingungen, wie z.B. in der Steiermark, im Burgenland oder Niederösterreich. Von Juli bis September sind die süßen Früchte aus heimischem Anbau erhältlich. Die größten Pfirsichproduzenten in Europa sind Spanien, Italien und Griechenland. International zählt die Volksrepublik China zu den größten Produzenten von Pfirsichen.

Woher kommt denn dieses süße Früchtchen überhaupt?

„Prunus persica“ so lautet der lateinische Name des Pfirsichs und bedeutet „Persischer Apfel“. Ursprünglich dachte man, dass das saftige Steinobst aus Persien, dem heutigen Iran, stammen würde. Die ursprüngliche Heimat liegt jedoch viel weiter im Osten. Sie liegt in China. Seit 2000 v. Chr. wird dieses Obst im südlichen China kultiviert. Dank archäologischer Ausgrabungen weiß man, dass bereits vor 6000 Jahren aus den wilden Sorten die Herauszüchtung des Kulturpfirsichs seinen Anfang nahm. In China gilt dieses Obst bis heute als Symbol der Unsterblichkeit. Nach Persien gelangte der Pfirsich erst vor ca. 1000 Jahren. Handelsreisende brachten den Pfirsich zunächst nach Griechenland, dann nach Mitteleuropa. Frankreich baute als erstes Land Mitteleuropas Pfirsiche an, erst im 19. Jahrhundert folgte der Anbau in den Weinbauregionen in Österreich und Deutschland.

Eine pralle Frucht mit viel Inhalt!

Aufgrund ihres hohen Wasseranteils haben Pfirsiche einen relativ niedrigen Kaloriengehalt. Rund 100g verzehrbarer Anteil haben 42 kcal. Diese Frucht liefert zahlreiche Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Auch Vitamin C und unterschiedliche Vitamine der B-Gruppe sind enthalten.

Pfirsich in Obstschale

So prall und doch so empfindlich?

Aufgrund ihres weichen Fruchtfleisches sind Pfirsiche sehr druck- und stoßempfindlich. Daher lassen sie sich auch nur schlecht lagern und sollten bereits nach kurzer Zeit verzehrt werden. Es ist empfehlenswert, die Lagertemperatur auf unter 10°C zu halten. In Stücke oder in Spalten geschnitten kann man Pfirsiche acht bis zehn Monate tiefgekühlt aufbewahren. An der behaarten Fruchthaut können leicht Schmutz und andere unerwünschte Partikel haften, daher sollte man die Früchte gründlich mit heißem Wasser reinigen. Pfirsiche schmecken roh am besten, peppen jedoch so manches Dessert auf und lassen sich gut zu Säften, Kompott oder Marmelade verarbeiten.

Pelz im Sommer? Nein danke!

„Im Sommer trägt man keinen Pelz, da ist es doch viel zu warm dafür!“, dachte sich die Nektarine. Ihre Haut ist glatt. Aber warum? Die Nektarine ist eigentlich ein Pfirsich, doch aufgrund einer Mutation hat sie ihren Pelz abgelegt. Es handelt sich dabei um ein rezessives genetisches Merkmal, daher kann es vorkommen, dass auf einem Pfirsichbaum gelegentlich auch Nektarinen wachsen. Das Fruchtfleisch ist gelblich. Auch der Stein ist von einem normalen Pfirsichkern kaum zu unterscheiden.

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Was macht den Unterschied?

Zwischen einem Pfirsich und einer Nektarine gibt es kaum Unterschiede. Dennoch weichen ein paar Merkmale voneinander ab. Nicht nur die Haut, auch die Inhaltsstoffe sind ein bisschen verschieden. Die Nektarine verfügt über einen geringeren Wasseranteil als der Pfirsich, daher ist der Zuckergehalt höher. Mit 56 kcal pro 100g verzehrbarem Anteil versüßt dieses Früchtchen uns den Tag. Der Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen ist jedoch fast ident. Und auch Nektarinen sollten kühl gelagert werden bzw. rasch verzehrt werden.

Hol dir den Sommer auf den Teller!

Um Pfirsich und Nektarine zu vereinen, empfehlen wir eine Obsttarte, die du einfach zubereiten kannst und die sowohl als Hauptspeise als auch als Dessert vorzüglich schmeckt.

Zutaten für eine Tarte:

Zubereitung:

Mehl, 1 Prise Salz und 40g Rohrohrzucker miteinander vermischen. Kalte Butter und das Ei zufügen und mit dem Knethaken des Handmixers oder mit den Händen zu einem gleichmäßigen glatten Teig verarbeiten. Zu einer Teigkugel formen und 30 Minuten in ein Tuch gewickelt in den Kühlschrank stellen. Pfirsiche und Nektarinen mit warmen Wasser gut waschen, halbieren, entsteinen und in dünne Spalten schneiden. Das Backrohr auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Teig gleichmäßig ausrollen und in eine gefettete Tarteform legen, andrücken und an den Rändern hochziehen. Alternativ kann man den ausgerollten Teig auch auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Pfirsich- und Nektarinenspalten nun gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Bei der Variante mit dem Backblech, einen ca. 4-5 cm breiten Rand frei lassen und diesen über die Früchte klappen. Die Tarte mit 20g Rohrohrzucker bestreuen und auf mittlerer Schiene ca. 30-35 Minuten goldgelb backen. Vor dem Verzehr etwas abkühlen lassen.

Kleiner Tipp:

Wenn du diese Tarte als Sommerdessert genießen möchtest, empfehlen wir dazu Vanille- oder Zitroneneis.

Ob Pfirsich oder Nektarine, beide überzeugen durch fruchtig, saftige Süße. Du entscheidest, ob du samtig weiche oder glatte Haut bevorzugst. Aber bedenke: So prall sie wirken, so rasch verderben sie. Daher nach dem Kauf kühl lagern, vor Druck schützen und rasch verzehren. Wenn du sie länger lagern möchtest, kannst du sie entweder tiefkühlen oder zu Marmelade und Säften verarbeiten. Auch Kompott eignet sich gut zur Haltbarmachung. Gerade an heißen Tagen versorgen dich frische Pfirsiche und Nektarinen mit vielen hochwertigen Vitaminen und Mineralstoffen und sorgen aufgrund ihres hohen Wasseranteils für einen ausgewogenen Flüssigkeitshaushalt. Es gibt viele verschiedene Pfirsichsorten, versuche doch mal einen Weingartenpfirsich, auch Plattpfirsich genannt, oder schmecke den Unterschied von weißfleischigen oder rotfleischigen Pfirsichen. Lass dir dieses Steinobst schmecken und genieße den Geschmack des Sommers!