Äpfel lagerst du am besten kühl und trocken bei 2 bis 5°C, getrennt von anderem Obst und Gemüse. Sie geben das Reifegas Ethylen ab und lassen empfindliche Früchte schneller reifen und faulen. Im Kühlschrank oder an einem kühlen Kellerplatz bleiben Äpfel länger knackig. „An apple a day keeps the doctor away“, diesen Spruch hast du sicher schon oft gehört. Wir lassen den Spruch heute beiseite und schauen uns den Apfel von der kulinarischen Seite an: Woher kommen unsere Äpfel, wie schaffen sie es das ganze Jahr in die Regale, welche Sorten gibt es und wie lagerst und verarbeitest du sie richtig?
Dazu gibt es drei Rezepte: Apfelmus, Apfelchips aus dem Ofen und einen knackigen Apfel-Karotten-Salat. Äpfel, Birnen und Trauben findest du in unserem Shop.
Der Apfel in Österreich
Der Apfel ist das wichtigste heimische Obst in Österreich, sowohl im Anbau als auch im Verzehr. Nur die Banane, die bei uns nicht wächst, wird noch häufiger gegessen. Das größte Anbaugebiet ist die Steiermark.
Damit ein Apfel Aroma und Farbe bekommt, braucht er ein gemäßigtes Klima mit ausreichend Niederschlag und deutlichen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht in der Reifezeit. Diese Bedingungen finden die Bäume in vielen Regionen Österreichs vor, deshalb ist kaum zusätzliche Bewässerung nötig. Auch der Anbau in Bio-Qualität hat hierzulande einen hohen Stellenwert.
Weltweit gibt es tausende Apfelsorten, viele davon werden auch in Österreich angebaut. Im Supermarkt findest du aber nur einen kleinen Teil. Wer neugierig ist, probiert alte und weniger bekannte Sorten, wie sie unser Beitrag Neu entdeckt: 6 alte Apfelsorten vorstellt.
Heimische Äpfel das ganze Jahr: Wie geht das?
Äpfel werden im Herbst geerntet und kommen im Lauf des Jahres in den Handel. Dafür gibt es zwei Wege: Ein Teil wird nach der Ernte sortiert, gewaschen und verpackt. Der größere Teil wird eingelagert.
Zum Lagern kommen die Äpfel in spezielle Lagerräume. Dort werden sie auf etwa 0°C abgekühlt, der Sauerstoffgehalt der Luft wird gesenkt, das Licht abgedreht und der Raum verschlossen. So fallen die Früchte gleichsam in einen Winterschlaf und werden erst geholt, wenn Nachfrage besteht. Danach müssen sie nach und nach verbraucht werden.
Beim Sortieren schwimmen die Äpfel in einer Wasserstraße. Die Strömung transportiert sie sanft weiter, sodass keine Druckstellen entstehen. Dabei werden sie mehrmals fotografiert, um sie nach Farbe, Größe und Handelsklasse zu sortieren. Faule Äpfel werden ausgeschieden. Sortiert wird erst nach der Lagerung, weil Fäulnis auch im Lager noch entstehen kann. Danach kommen die Äpfel in Kisten, werden innerhalb weniger Wochen verpackt und an den Handel geliefert.
Welche Apfelsorten gibt es bei uns?
Jeder Apfel schmeckt ein wenig anders. Bei uns findest du unter anderem diese Sorten:
- Elstar: aromatisch und süß-säuerlich, gut zum Rohessen und Backen.
- Gala: knackig, mild und süß, bei Kindern beliebt.
- Golden: mild und süß, fein im Geschmack und auch für Kuchen geeignet.
- Jonagold: saftig und süß-säuerlich, ein Allrounder.
- Kinderäpfel: kleine rote Äpfel in praktischer Größe für die Jausenbox.
- Bio-Äpfel rot und gelb: aus biologischer Landwirtschaft.
Das Sortiment wechselt je nach Saison. Probiere einfach mehrere Sorten, um deinen Lieblingsapfel zu finden.
Woran erkennst du gute Äpfel beim Kauf?
- Der Apfel sieht knackig und frisch aus und duftet aromatisch.
- Der Stiel ist frisch und nicht trocken.
- Die Schale ist glatt und nicht schrumpelig. Eine schrumpelige Schale deutet auf eine längere Lagerung unter ungünstigen Bedingungen hin.
- Der Apfel hat keine weichen oder braunen Stellen.
Äpfel richtig lagern
Zu Hause gelten diese Tipps:
- Kaufe Äpfel lieber öfter in kleineren Mengen. Bei langer Lagerung zu Hause verlieren sie an Frische, und die Schale wird schrumpelig.
- Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen 2°C und 5°C. Lagere Äpfel kühl und trocken, zum Beispiel im Gemüsefach des Kühlschranks oder im kühlen Keller.
- Äpfel geben das Reifegas Ethylen ab. Lagere sie deshalb getrennt von anderem Obst und Gemüse.
- Verschiedene Apfelsorten kannst du gemeinsam lagern.
- Möchtest du unreifes Obst schneller reifen lassen, legst du einen Apfel dazu. Das Reifegas beschleunigt die Reifung. Bei Bananen ist dieser Effekt unerwünscht, mehr dazu im Beitrag Bananen lagern und reifen.
- Roh eingefroren werden Äpfel weich. Als Mus oder gekocht lassen sie sich gut einfrieren.
- Aus Mus, Saft oder Chips machst du aus Äpfeln länger haltbare Vorräte. Wie ein Apfel zu Saft wird, erfährst du im Beitrag Der Weg des Apfels vom Baum in die Flasche.
- Damit ein angeschnittener Apfel nicht braun wird, beträufelst du die Schnittfläche mit Zitronensaft.
Was kochst und backst du mit Äpfeln?
Äpfel sind echte Allrounder. Sie schmecken roh als Snack, geraspelt im Müsli, im Salat, gebacken im Kuchen oder als Bratapfel im Winter. Mit Schale gegessen oder verarbeitet landet nichts im Müll, das ist Zero Waste. Als Mus, Kompott oder Chips lassen sich größere Mengen gut verwerten. Eine Anleitung für Bratäpfel findest du im Beitrag Was du für gelungene Bratäpfel benötigst.
Drei Rezepte mit Äpfeln
Apfelmus ganz einfach selber machen
Zutaten für 1 Einmachglas:
- 3 Äpfel
- etwas Wasser
- nach Belieben Zucker (alternativ Honig, Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker)
Zubereitung:
- Die Äpfel vom Kerngehäuse befreien (nicht schälen), in kleine Stücke schneiden und mit etwas Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
- Den Topf vom Herd nehmen und die Äpfel mit dem Pürierstab cremig rühren.
- Äpfel haben von Natur aus Süße, Zucker ist daher meist nicht nötig. Wem das Mus zu wenig süß ist, rührt etwas Zucker oder eine Alternative ein.
- Noch heiß in ein steriles Einmachglas füllen und gut verschließen. So ist das Mus mehrere Wochen haltbar.
- Nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Tage aufbrauchen.
Apfelchips aus dem Ofen
Zutaten für 2 Portionen:
- 2 knackige Äpfel
- 1 TL Zitronensaft
- 1 Prise Zimt
Zubereitung:
- Den Backofen auf 100°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Äpfel waschen, das Kerngehäuse ausstechen und die Äpfel in möglichst dünne Scheiben schneiden.
- Die Scheiben mit Zitronensaft beträufeln, mit Zimt bestreuen und nebeneinander auf das Blech legen.
- Ca. 1,5 bis 2 Stunden trocknen lassen, nach der Hälfte der Zeit wenden. Die Chips sind fertig, wenn sie trocken sind und beim Abkühlen knusprig werden.
- Vollständig auskühlen lassen und in einer luftdichten Dose aufbewahren.
Knackiger Apfel-Karotten-Salat
Zutaten für 2 Portionen:
- 2 Äpfel
- 2 Karotten
- 2 EL Naturjoghurt
- 1 EL Zitronensaft
- 1 EL gehackte Walnüsse
- Salz, Pfeffer
Zubereitung:
- Äpfel und Karotten waschen und grob raspeln.
- Joghurt mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren.
- Apfel und Karotten mit der Sauce vermengen und mit gehackten Walnüssen bestreuen.
- Sofort servieren, damit der Salat knackig bleibt.
Häufige Fragen
Wie lagere ich Äpfel am besten?
Kühl bei 2 bis 5°C, trocken und getrennt von anderem Obst und Gemüse, weil Äpfel Ethylen abgeben.
Kann man Äpfel einfrieren?
Roh werden sie nach dem Auftauen weich. Als Mus oder gekocht kannst du sie problemlos einfrieren.
Wie verhindere ich, dass geschnittene Äpfel braun werden?
Beträufle die Schnittfläche mit etwas Zitronensaft.
Welcher Apfel eignet sich zum Backen?
Aromatische, leicht säuerliche Sorten wie Elstar oder Jonagold behalten beim Backen ihre Form und ihren Geschmack.
Wie lange hält selbstgemachtes Apfelmus?
Heiß in sterile Gläser gefüllt mehrere Wochen, nach dem Öffnen nur wenige Tage im Kühlschrank.
Der Apfel ist in Österreich das beliebteste heimische Obst und lässt sich vielseitig verwenden: roh, gebacken, als Mus oder als Chips. Achte beim Kauf auf Knackigkeit, Frische und aromatischen Duft und probiere öfter eine andere Sorte. Äpfel und die Zutaten für die Rezepte bringen wir dir: In Graz bis 12 Uhr bestellt, am selben Abend geliefert. Mehr Ideen zum Nachkochen findest du in unserem Rezeptkisterl.
Aktualisiert im Oktober 2026.






