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Mais ist botanisch ein Getreide, kommt in der Küche aber meistens als Gemüse zum Einsatz. Im Sommer erkennst du ihn auf den Feldern an den leuchtend gelben Kolben, die bis Oktober zu sehen sind. Hier erfährst du, woher der Mais kommt, welche Maissorten es gibt und wie du ihn verwendest, mit drei Rezepten: Mais-Polenta-Puffer, mexikanische Nacho-Lasagne und buntes Gemüse-Nudel-Gratin. Mais, Salat und mehr findest du bei uns in der Kategorie Salat, Mais und Co..

Woher kommt der Mais?

Mais stammt ursprünglich aus Zentralmexiko. Dort wurden die ersten Vorfahren der heutigen Pflanze kultiviert. Die ursprüngliche Pflanze hieß Teosinte und war deutlich kleiner als der Mais, den wir kennen. Die ältesten Funde sind rund 9000 Jahre alt. Die meisten prähistorischen Maisreste fand man in Mexiko, Panama und Peru.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts kam der Mais über Spanien nach Europa und verbreitete sich von Südeuropa über den Balkan nach Norden. Auch in Afrika wird er zunehmend angebaut.

Wann wird Mais angebaut und geerntet?

Mais ist ein Sommergetreide. Hierzulande wird er im April oder Mai gesät und ab Mitte September bis Oktober geerntet. Für gute Erträge braucht die Pflanze viele warme Sonnentage. Bei später Aussaat, einem zu nassen Sommer oder zu wenig Sonne kann es zu hohen Ernteausfällen kommen, weil sich der Mais nicht voll entwickelt.

Welche Maissorten gibt es?

Mais wird weltweit angebaut, je nach Verwendung in verschiedenen Sorten. Man unterscheidet Hartmais, Zahnmais, Puffmais, Zuckermais, Stärkemais, Wachsmais und Spelzmais.

Dazu kommen Unterschiede nach der Verwendung: Silomais dient vor allem als Futtermittel, Körnermais kommt in der Lebensmittelindustrie und als Nahrung zum Einsatz, Energiemais wird für Biogas und Bioethanol genutzt. Aus der Maisstärke entsteht auch Biokunststoff, aus dem recyclebares Einweggeschirr oder Füllmaterial hergestellt wird.

Mais in der Küche

Mais gibt es als Kolben, eingelegt im Glas oder in Gemüsemischungen. Dazu kommen Maiskeimöl, Mehl, Polenta, Maisstärke, Popcorn, Cornflakes und Tortillas. Auch Glukosesirup wird aus der Pflanze gewonnen, er dient als Süßungsmittel in vielen Lebensmitteln. Als Gemüse, als Polenta, Mehl oder Stärke bietet Mais viele Zubereitungsmöglichkeiten.

Mais passt gut zu Bohnen, etwa in der Nacho-Lasagne weiter unten. Bohnen und Linsen findest du bei uns unter Bohnen und Hülsenfrüchte. Wie du sie kochst, liest du im Beitrag Hülsenfrüchte kochen: Einweichen, Sorten und Soja. Kaue Maiskörner gut, sie haben eine feste Hülle.

Leckere Maisgerichte

Für Abwechslung auf dem Speiseplan haben wir drei Rezeptideen zusammengestellt. Der Mais gibt diesen Gerichten eine besondere Note und führt dich auf eine kulinarische Reise in ferne Länder.

Drei Rezepte mit Mais

Rezept: Mais-Polenta-Puffer

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 250ml Gemüsesuppe
  • 200g Mais aus der Dose/Glas
  • 120g Dinkelmehl
  • 50g Maisgrieß (Polenta)
  • 2 Eier
  • ½ Bund frische Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  • Öl zum Ausbacken

Zubereitung:

  1. Gemüsesuppe in einem Topf aufkochen lassen, den Maisgrieß unter Rühren einrieseln lassen.
  2. Die Polenta unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze zu einem Brei eindicken lassen. Anschließend vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
  3. Petersilie waschen, trocken tupfen und fein hacken. Mais abgießen und abtropfen lassen.
  4. Polenta mit den Eiern, Mehl und Mais gut vermengen.
  5. Mit Salz und Pfeffer würzen und die gehackte Petersilie unterrühren.
  6. Eine Pfanne mit etwas Öl erhitzen. Für einen Puffer je einen gehäuften Esslöffel Teig entnehmen und beidseitig goldbraun nacheinander ausbacken.

Tipp:
Als Beilage empfehlen wir frische Blattsalate und einen Frischkäse-Dip mit frischen Kräutern.

Rezept: Mexikanische Nacho-Lasagne

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 400g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 300ml Gemüsesuppe
  • 200g Nachos
  • 250g gegarte Kidneybohnen
  • 100g Mais aus der Dose/Glas
  • 100g geriebener Käse
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Chilipulver

Zubereitung:

  1. Bohnen und Mais abgießen und abtropfen lassen.
  2. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken. Paprika waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
  3. Zwiebel und Knoblauch zusammen mit dem Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und 2-3 Minuten anrösten.
  4. Paprika zufügen und weitere 2 Minuten anbraten. Mit Gemüsesuppe und den gehackten Tomaten ablöschen.
  5. Bohnen und Mais zufügen, mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  6. Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. In einer Auflaufform abwechselnd Sauce und Nachos schichten und zum Schluss mit geriebenem Käse bestreuen. Anschließend 20 Minuten im Backofen gratinieren.

Rezept: Buntes Gemüse-Nudel-Gratin

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 200g Pasta tricolore
  • 150ml Gemüsesuppe
  • 100g Karotten
  • 100g Brokkoli
  • 150g Mais aus der Dose/Glas
  • 100ml Schlagobers (alternativ: Soja- oder Hafer-Kochcreme)
  • 100g Reibekäse
  • 2 rote Spitzpaprika
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer, getrocknete italienische Kräuter

Zubereitung:

  1. Pasta nach Packungsanleitung zubereiten.
  2. Karotten waschen, ggf. schälen und in feine Streifen schneiden. Brokkoli waschen und in kleine Röschen teilen. Mais abgießen und abtropfen lassen.
  3. Spitzpaprika waschen, entkernen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken.
  4. Nudeln und Gemüse in eine Auflaufform füllen.
  5. Gemüsesuppe mit dem Schlagobers und Ei vermengen, mit Salz, Pfeffer und getrockneten Kräutern würzen und in die Auflaufform gießen.
  6. Alles gut miteinander vermengen, den geriebenen Käse gleichmäßig darüber verteilen und das Gratin anschließend bei 200°C (Ober-/Unterhitze) 30 Minuten backen.

Die Zutaten bringen wir dir: Mit einem Rezeptkisterl kommen Rezept und Zutaten zusammen, in Graz bis 12 Uhr bestellt, am selben Abend geliefert. Mehr Gemüse für Gratins und Pfannen findest du im Beitrag Brokkoli: Herkunft, Einkauf, Lagerung und drei Rezepte und im Beitrag Paprika, Pfefferoni und Chili.

Häufige Fragen

Ist Mais ein Gemüse oder ein Getreide?

Botanisch ist Mais ein Getreide. In der Küche verwenden wir ihn meistens wie Gemüse.

Woher kommt Mais?

Ursprünglich aus Zentralmexiko. Im 16. Jahrhundert kam er über Spanien nach Europa.

Wann wird Mais geerntet?

Hierzulande ab Mitte September bis Oktober. Gesät wird im April oder Mai.

Welche Maissorten gibt es?

Hartmais, Zahnmais, Puffmais, Zuckermais, Stärkemais, Wachsmais und Spelzmais. Silomais, Körnermais und Energiemais unterscheiden sich nach der Verwendung.

Aktualisiert im Oktober 2026.