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Wilde Bären zieht es regelmäßig an die Bienenstöcke, um sich am süßen Honig zu laben, doch auch wir Menschen sind seit Jahrtausenden Fans dieses Naturprodukts.

Der Mensch kann fünf verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden: süß, salzig, sauer, bitter und umami (fleischig, würzig und vollmundig). An der Zungenspitze sitzen besonders viele Geschmacksknospen, die Süße sehr deutlich wahrnehmen.

Auch Honig ist bereits seit Jahrtausenden auf unserem Speiseplan zu finden. Im folgenden Beitrag erfährst du, wie Honig entsteht, welche Sorten es gibt, wie du ihn richtig lagerst und welche drei Rezepte sich besonders gut mit Honig verfeinern lassen.

Honig: So entsteht er im Bienenvolk

Bienen leben in Völkern zusammen, wobei die Hierarchie und Aufgabenverteilung klar geregelt ist. Sie sammeln Nektar von Blüten zur Herstellung von Honig als eigene Nahrungsversorgung, den auch wir Menschen gerne als Lebensmittel verwenden.

Es gibt auch Bienen, die die zuckerhaltigen Ausscheidungen verschiedener Insekten, etwa von Blatt- oder Baumläusen, einsammeln. Dabei handelt es sich um den sogenannten Honigtau. Bienen fliegen vom Frühjahr bis in den frühen Herbst von Blüte zu Blüte und nehmen den Nektar (den zuckerhaltigen Saft der Blütenpflanze) mit ihren Rüsseln auf.

Dieser wird in der Honigblase, auch Honigmagen genannt, gespeichert. Dabei wird ein Enzym zur Zuckerspaltung zugefügt und es entsteht ein unreifer Honig. Die Sammelbiene fliegt zum Bienenstock zurück und gibt ihn an eine Stockbiene ab. Im Laufe der Zeit wird er mehrfach im Bienenstock transportiert und umgelagert, dabei immer wieder aufgenommen und mit neuen Enzymen, Säuren und Eiweißen versetzt. So dickt er nach und nach ein.

Durch die Abgabe in Wabenzellen und das Fächeln der Bienen mit ihren Flügeln verdunstet das enthaltene Wasser und der Honig trocknet, bis der Wassergehalt unter 20 Prozent liegt.

Honigarten: Von Schleuderhonig bis Wabenhonig

Nur wenn der Eigenbedarf des Volkes für Nahrung und die Aufzucht der Brut gedeckt ist und ein Überschuss an Nektar eingesammelt wird, kann Honig entnommen werden. Je nach Gewinnung werden folgende Honigarten unterschieden:

  • Schleuderhonig: Der Honig wird aus den Bienenwaben, die in eine Schleuder eingespannt werden, durch Zentrifugalkraft gewonnen. Das ist die gängigste Methode.
  • Scheibenhonig: Er besteht aus unbebrüteten Wabenstücken, die von den Bienen selbst gebaut werden.
  • Wabenhonig: Er ist ähnlich wie der Scheibenhonig, jedoch enthalten die Waben vom Imker eingefügte, gepresste Wachsplatten, die den Bienen als Bauvorlage dienen.
  • Seim-, Tropf-, Press- oder Stampfhonig: Der Honig wird durch Auslaufenlassen oder Auspressen gewonnen. Das ist eine alte Methode, die heute kaum noch angewendet wird.

Bei der Gewinnung wird Honig nicht erhitzt. Für Kinder gilt: Bis zum ersten Lebensjahr gehört Honig nicht auf den Speiseplan, weil sich in ihm Sporen von Bakterien befinden können, die für Säuglinge gefährlich sind.

Honigsorten und Aromen

Je nachdem, in welchen Regionen die Bienen den Nektar sammeln, entstehen verschiedene Aromen im Honig. Sie unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch im Geruch und in der Farbe.

Die häufigsten Honigarten sind Blüten- und Waldhonig. Auch spezielle Sorten wie Fichtenhonig, Kastanienhonig oder Lindenhonig gibt es zu kaufen. Orangenblütenhonig ist vor allem im Mittelmeerraum sehr beliebt. Je nach Sorte lässt sich das Butterbrot mit Wald-, Blüten- oder Zitrusaromen verfeinern.

Honig richtig lagern

Grundsätzlich lagerst du Honig in einem verschlossenen Glas dunkel und kühl. Damit das Aroma erhalten bleibt, erhitzt du ihn nicht über 40 °C. Richtig gelagert ist Honig lange haltbar. Ist er kristallisiert, lässt er sich leicht wieder verflüssigen: Dafür stellst du das Glas in einen Topf mit warmem Wasser und wärmst es schonend, bis der Honig wieder flüssig ist.

Honig für jede Tageszeit: drei Rezepte

Um die Süße und die Aromen von Honig bestmöglich zu genießen, haben wir drei Rezeptideen für dich zusammengestellt. Auch beim Kochen und Backen ist Honig eine schöne Alternative zu Zucker, mehr dazu findest du im Beitrag Agavendicksaft in der Küche.

Rezept: Honig-Nuss-Müsliriegel

Zutaten für 10-12 Stück:

  • 300g Haferflocken
  • 150g ungesalzene Nüsse und Kerne nach Wahl (z.B. Walnüsse, Cashews, Haselnüsse, Mandeln, Kürbiskerne, etc.)
  • 100g Honig
  • 50g Kokosöl
  • 30g Kokosraspel
  • 1 Banane
  • 1 TL gemahlener Ceylon-Zimt

Optionale Zutaten:

  • Rosinen oder getrocknete Cranberries
  • Schokodrops

Zubereitung:

  1. Ein Backblech oder eine Auflaufform mit Backpapier auslegen und beiseitestellen.
  2. Nüsse mit einem Messer oder in einer Küchenmaschine grob hacken. Banane schälen, in Stücke brechen und in einer Schüssel mit einer Gabel zu feinem Mus zerdrücken.
  3. Kokosraspel, gehackte Nüsse, Haferflocken und Zimt miteinander vermengen und mit dem Bananenmus verrühren.
  4. In einem Topf oder einer tiefen Pfanne Honig und Kokosöl erhitzen und unter Rühren 3-4 Minuten köcheln lassen, bis die Masse karamellisiert.
  5. Hitze abdrehen, die restlichen Zutaten zufügen und gut miteinander vermengen. Optional getrocknete Früchte oder Schokodrops zufügen.
  6. Die Masse nun ca. 1-2 cm dick auf das Backblech oder in die Auflaufform füllen und fest andrücken. Nachdem die Masse festgeworden ist, in Riegel schneiden und abkühlen lassen.

Rezept: Feigen-Brie-Pizza mit Rucola, Walnüssen und Honig

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 150g Brie
  • 50g Rucola
  • 20g Wallnusskerne
  • 4 Stück Feigen
  • 1 Rolle Pizzateig
  • 1-2 EL Honig

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 220°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und den Pizzateig samt Backpapier auf einem Backblech entrollen.
  2. Den Brie in dünne Scheiben schneiden und großflächig auf dem Pizzaboden verteilen.
  3. Die Feigen waschen, in Scheiben schneiden und über dem Käse verteilen.
  4. Den Pizzateig nun im Backofen auf mittlerer Schiene 10-15 Minuten goldbraun backen.
  5. In der Zwischenzeit den Rucola waschen und trocknen. Die Walnusskerne mit einem Messer grob hacken.
  6. Die Pizza aus dem Ofen nehmen, mit den gehackten Nüssen und Rucola garnieren, den Honig darüber träufeln und warm genießen.

Rezept: Zucchini-Nuss-Kuchen mit Honig

Zutaten für einen Kuchen:

  • 300g Zucchini
  • 250g Vollkornmehl (Weizen oder Dinkel)
  • 150ml Pflanzenöl
  • 100g geriebene Walnüsse
  • 100g Honig
  • 10g Backpulver
  • 3 Eier (Größe M)
  • 1 TL gemahlener Ceylon-Zimt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Backform mit Backpapier auslegen.
  2. Die Eier trennen. Das Eiklar mit einer Prise Salz in einer Küchenmaschine oder mit dem Handmixer zu Eischnee schlagen.
  3. Die Eidotter zusammen mit Honig und Pflanzenöl schaumig schlagen und den Eischnee mit einer Teigspachtel unterheben.
  4. Mehl, Backpulver und Ceylon-Zimt in die Eimasse sieben und mit der Teigspachtel unterrühren.
  5. Zucchini waschen, mit einer Reibe fein raspeln und zusammen mit den geriebenen Nüssen unter die Masse heben.
  6. Den Teig in die vorbereitete Backform füllen, auf der zweiten Schiene von oben ca. 35-40 Minuten backen und anschließend in der Backform vollständig auskühlen lassen.

Die Nüsse für Riegel, Pizza und Kuchen findest du in unserer Nuss-Auswahl, einen Beitrag zu Nüssen im Alltag gibt es unter Nüsse in der Küche, und wie vielseitig sich Zucchini verwenden lässt, zeigt der Beitrag Zucchini: lagern, einkaufen, Rezepte.

Honig im vomfeld-Shop

In unserem Onlineshop findest du eine Auswahl verschiedener Honigarten, um dir den Tag zu versüßen.

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Aktualisiert im Oktober 2026.