Prall, saftig, fruchtig und pelzig: Das passt zum Pfirsich. Die Nektarine hat dagegen glatte Haut. Sind beide also gleich? Fast, aber nicht ganz. In diesem Beitrag klären wir den Unterschied zwischen Pfirsich und Nektarine, woher die Früchte stammen, wie du sie lagerst und welche Tarte sich daraus backen lässt.
Der Pfirsich: Steckbrief
Der Pfirsich zählt zum Steinobst. Das sind Früchte mit einem verholzten, ungenießbaren Kern (Stein), der von saftigem Fruchtfleisch umgeben ist. Der Pfirsichbaum gehört zu den Rosengewächsen und wird 1 bis 8 Meter hoch. In Mitteleuropa blüht er im März und April blass rosa.
Die Frucht hat einen Durchmesser von 4 bis 10 cm und eine Längsfurche. Die Schale ist blassgrün oder gelb und färbt sich auf der Sonnenseite rötlich. Sie ist mit samtigem Flaum bedeckt. Das saftige Fruchtfleisch ist je nach Sorte weiß, gelb oder rot.
Der Pfirsichbaum liebt Wärme. In Österreich gedeiht er deshalb nur in Regionen mit Weinbauklima, etwa in der Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich. Heimische Pfirsiche gibt es von Juli bis September. Die größten Produzenten in Europa sind Spanien, Italien und Griechenland, weltweit zählt China dazu.
Woher kommt der Pfirsich?
Der lateinische Name „Prunus persica“ bedeutet „Persischer Apfel“. Man dachte ursprünglich, die Frucht stamme aus Persien, dem heutigen Iran. Ihre Heimat liegt jedoch weiter östlich, in China. Dort wird der Pfirsich seit über 4.000 Jahren kultiviert. In China gilt er bis heute als Symbol der Unsterblichkeit.
Handelsreisende brachten ihn über Persien nach Griechenland und dann nach Mitteleuropa. Frankreich baute als erstes Land in Mitteleuropa Pfirsiche an, in Österreich und Deutschland folgte der Anbau in den Weinbauregionen erst im 19. Jahrhundert.
Pfirsiche lagern und verarbeiten
Pfirsiche haben weiches Fruchtfleisch und sind druck- und stoßempfindlich. Sie lassen sich daher nur kurz lagern. Halte die Lagertemperatur am besten unter 10 °C und verbrauche die Früchte rasch. In Stücke oder Spalten geschnitten kannst du Pfirsiche tiefkühlen und so mehrere Monate aufbewahren.
Am Flaum können Schmutz und Partikel haften. Wasche die Früchte deshalb gründlich mit warmem Wasser. Pfirsiche schmecken am besten roh, passen aber auch in Desserts und lassen sich zu Saft, Kompott oder Marmelade verarbeiten. Frisches Steinobst wie Pfirsiche und Nektarinen findest du in der Saison bei uns im Shop. Eine weitere Steinobstsorte stellt der Beitrag Marillen: Herkunft, Einkauf, Lagerung und drei Rezepte vor.
Pfirsich und Nektarine: Wo liegt der Unterschied?
„Im Sommer trägt man keinen Pelz“, könnte sich die Nektarine gedacht haben. Botanisch ist sie ein Pfirsich, der durch eine Mutation seinen Flaum verloren hat. Dahinter steckt ein rezessives genetisches Merkmal. Deshalb kann es vorkommen, dass an einem Pfirsichbaum auch einmal Nektarinen wachsen.
Der Hauptunterschied liegt also in der Schale: Beim Pfirsich ist sie samtig behaart, bei der Nektarine glatt. Das Fruchtfleisch der Nektarine ist meist gelblich, und auch der Stein ist von einem Pfirsichkern kaum zu unterscheiden. Beide schmecken fruchtig und süß, beide sollten kühl gelagert und rasch gegessen werden.
Pfirsich-Nektarinen-Tarte: Rezept
Um Pfirsich und Nektarine zu vereinen, empfehlen wir eine Obsttarte. Sie ist einfach zubereitet und schmeckt als Hauptspeise wie als Dessert.
Zutaten für eine Tarte
- 250 g Mehl
- 125 g kalte Butter in kleinen Stücken
- 1 Ei
- 60 g Rohrohrzucker
- 1 Prise Salz
- 250 g Nektarinen
- 250 g Pfirsiche
Zubereitung
- Mehl, Salz und 40 g Rohrohrzucker vermischen. Kalte Butter und Ei zufügen und mit dem Knethaken des Handmixers oder mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in ein Tuch wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.
- Pfirsiche und Nektarinen mit warmem Wasser gut waschen, halbieren, entsteinen und in dünne Spalten schneiden.
- Das Backrohr auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
- Den Teig gleichmäßig ausrollen, in eine gefettete Tarteform legen, andrücken und am Rand hochziehen. Alternativ legst du den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.
- Die Spalten gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Beim Backblech lässt du einen etwa 4 bis 5 cm breiten Rand frei und klappst ihn über die Früchte.
- Die Tarte mit 20 g Rohrohrzucker bestreuen und auf mittlerer Schiene 30 bis 35 Minuten goldgelb backen. Vor dem Anschneiden etwas abkühlen lassen.
Kleiner Tipp: Als Sommerdessert schmeckt dazu Vanille- oder Zitroneneis.
Probiere auch einmal Weingartenpfirsiche, auch Plattpfirsiche genannt, oder vergleiche weißfleischige mit rotfleischigen Pfirsichen. Willst du Pfirsiche länger aufheben, kannst du sie tiefkühlen oder zu Marmelade, Saft oder Kompott verarbeiten. Wie du Obst und Gemüse allgemein am besten aufbewahrst, liest du im Beitrag Obst und Gemüse zu Hause lagern. Ein weiteres Steinobst im Vergleich stellt der Beitrag Pflaumen oder Zwetschgen: Das ist der Unterschied vor.
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Häufige Fragen
Ist eine Nektarine ein Pfirsich ohne Flaum?
Ja. Botanisch sind beide dieselbe Art. Die Nektarine ist eine Mutation des Pfirsichs mit glatter Schale.
Wann haben Pfirsiche in Österreich Saison?
Pfirsiche aus heimischem Anbau gibt es von Juli bis September.
Wie lagert man Pfirsiche und Nektarinen?
Kühl, möglichst unter 10 °C, vor Druck geschützt und nur kurz. Für länger kannst du sie in Spalten tiefkühlen.
Aktualisiert im Oktober 2026.






