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Die Kartoffel, bei uns Erdäpfel genannt, ist weit mehr als Pommes. Als Beilage, im Salat, im Püree oder als Hauptgericht: Sie steht in der Küche für unendlich viele Gerichte. Hier erfährst du, woher die Kartoffel kommt, wie du Kartoffeln lagern kannst, welche Sorte wofür passt und wie drei Rezepte gelingen: gefüllte Ofenkartoffeln, Kartoffel-Paprika-Frittata und Kartoffel-Pilz-Strudel. Kartoffeln findest du bei uns in der Kategorie Kartoffeln und Zwiebel.

Woher kommt die Kartoffel?

Die Kartoffel stammt ursprünglich aus Südamerika. Dort wurde sie von den Ureinwohnern seit Jahrtausenden angebaut und gegessen. Wie und von wem sie nach Europa kam, ist nicht bekannt. Die spanischen Eroberer sollen die Knolle Mitte des 16. Jahrhunderts über die Kanarischen Inseln auf das spanische Festland und weiter nach Italien gebracht haben. Auch auf den britischen Inseln wurde sie eingeführt.

Zuerst nutzte man sie eher als Zierpflanze, erst im 17. und 18. Jahrhundert eroberte die Knolle auch die Küche. Heute wird sie weltweit angebaut, denn die Europäer nahmen die Pflanze überallhin mit.

Wofür wird die Kartoffel verwendet?

Die Kartoffel zählt zu den wichtigsten Lebensmitteln der Welt. Sie dient auch als Futtermittel und als Rohstoff in der Papier- und Klebstoffindustrie. In der Lebensmittelindustrie wird die Stärke aus der Knolle gewonnen und etwa für Fruchtzubereitungen und Milchprodukte verwendet.

In der Küche sind vor allem die Sorten wichtig. Die Kochtypen unterscheiden sich im Biss:

  • Festkochende Kartoffeln eignen sich für Bratkartoffeln.
  • Vorwiegend festkochende Sorten sind ideal für Salat oder als Beilage.
  • Mehlige Knollen eignen sich für Püree oder zur Weiterverarbeitung zu Teig.

Mehr zu einer verwandten Knolle liest du im Beitrag Süßkartoffeln: Herkunft, Lagerung und Rezepte.

Kartoffeln lagern und kaufen: Tipps für mehr Genuss

Das hilft dir beim Einkauf und bei der Lagerung:

  • Im Supermarkt wird das Gemüse oft stark beleuchtet, was die Keimung vorantreiben kann. Achte beim Kauf auf grüne Stellen und Keimlinge.
  • Die Kartoffeln sollten sich fest anfühlen und keine Keime oder Schäden haben.
  • Heimische Kartoffeln werden auf Wochenmärkten oft noch mit Erde umhüllt verkauft. Das verbessert die Lagerfähigkeit.
  • Wasche erdige Kartoffeln vom Markt wie auch Knollen aus dem Supermarkt erst unmittelbar vor der Zubereitung gründlich.
  • Erdäpfel mögen es kühl und dunkel, am besten im dunklen Vorratsraum oder Keller, idealerweise bei 4 bis 8 °C.
  • Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie nur wenige Tage. Ist es zu kühl, wird die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt.

Mehr Tipps zur Lagerung findest du im Beitrag Obst und Gemüse zu Hause lagern.

Was tun mit Keimen und grünen Stellen?

Alle oberirdischen Teile der Pflanze und die Keime in der Knolle enthalten Solanin, das ist giftig. Nur die Knolle ist zum Verzehr geeignet. Schneide Keimansätze und grüne Stellen daher großzügig heraus, bevor du die Kartoffel zubereitest. Keimansätze bis zu einem Zentimeter Länge kannst du großzügig entfernen, dann ist die Kartoffel genießbar. Sind die Ansätze größer und ist die Knolle weich und schrumpelig, entsorge sie. Mehr dazu im Beitrag Sind keimende Kartoffeln giftig?.

Eine Knolle mit Geschmack

Kartoffeln werden oft als Beilage gegessen, dabei lassen sich viele Gerichte daraus zubereiten. Diese drei Ideen aus unserer Rezeptsammlung zeigen, wie vielseitig sie ist.

Drei Rezepte mit Kartoffeln

Rezept: Gefüllte Ofenkartoffeln

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 4 große Kartoffeln (ca. 100g pro Stück)
  • 100g Mais aus der Dose/Glas
  • 100g gegarte Käferbohnen
  • 100g Zucchini
  • 100g griechisches Joghurt
  • 80g geriebener Käse
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 rote Paprika
  • 1 Jungzwiebel
  • frisch gehackte Kräuter nach Belieben
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln waschen und rundherum mit einer Gabel einstechen. Anschließend in eine ofenfeste Form legen und im Backrohr bei 200°C (Ober-/Unterhitze) eine Stunde weich garen.
  2. In der Zwischenzeit den Mais und die Käferbohnen abgießen und abtropfen lassen.
  3. Zucchini waschen, die Enden abschneiden und in kleine Würfel schneiden. Paprika waschen, entkernen und ebenfalls klein würfeln. Jungzwiebel waschen, Wurzeln entfernen und in feine Ringe schneiden.
  4. Das Gemüse in einer Schüssel mit Olivenöl vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die Ofenkartoffeln aus dem Backrohr nehmen, der Länge nach aufschneiden und auseinanderdrücken. Mit dem Gemüse füllen, dem geriebenen Käse bestreuen und anschließend 10 Minuten im Backrohr gratinieren.
  6. Vor dem Verzehr die Ofenkartoffeln mit dem griechischen Joghurt beträufeln und den frisch gehackten Kräutern garnieren.

Rezept: Kartoffel-Paprika-Frittata

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 400g festkochende Kartoffeln
  • 100g Schafs- oder Ziegenkäse
  • 4 Eier
  • 1 rote Paprika
  • 1 grüne Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • ½ Bund frische Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln in einem Topf mit gesalzenem Wasser ca. 15 Minuten halb fertig garen. Anschließend abgießen, schälen und in feine Scheiben schneiden.
  2. Paprika waschen, entkernen und in feine Streifen schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Petersilie waschen, trocken tupfen und fein hacken.
  3. Eier in einer Schüssel aufschlagen, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und verquirlen.
  4. Kartoffeln und Gemüse mit dem Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne 2-3 Minuten anbraten. Anschließend mit dem Ei übergießen und den Käse gleichmäßig darüber verteilen. Die Masse auf dem Herd 3-4 Minuten stocken lassen.
  5. Nun die Pfanne im vorgeheizten Backofen bei 175°C (Ober-/Unterhitze) auf der zweiten Schiene von unten abstellen und die Frittata 15-20 Minuten fertigbacken.
  6. Vor dem Verzehr mit der frisch gehackten Petersilie bestreuen.

Rezept: Kartoffel-Pilz-Strudel

Zutaten für 3-4 Portionen:

  • 300g mehlige Kartoffeln
  • 250g Kräuterseitlinge
  • 125g Mozzarella
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Rolle Blätterteig
  • ½ Bund frische Petersilie
  • Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss

Zubereitung:

  1. Kartoffeln waschen und in einem Topf mit Wasser für 20 Minuten kochen. Anschließend abgießen, schälen und klein würfeln.
  2. Kräuterseitlinge mit einem Küchentuch säubern und in kleine Würfel schneiden. Petersilie waschen, mit einem Küchentuch trocken tupfen und fein hacken. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
  3. Mozzarella abgießen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
  4. Gemüse, Pilze und Mozzarella in einer Schüssel miteinander vermengen. Petersilie zufügen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und gut durchmischen.
  5. Blätterteig auf einem mit Backpapier belegten Backblech auslegen, die Kartoffel-Pilz-Mischung in der Mitte gleichmäßig verteilen, den Blätterteig von allen Seiten über die Füllung legen und verschließen.
  6. Anschließend im Backofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) 20 Minuten goldbraun backen.

Tipp:
Als Beilage empfehlen wir frische Blattsalate und einen Joghurt-Dip mit frischen Kräutern.
Die Zutaten bringen wir dir: Mit einem Rezeptkisterl kommen Rezept und Zutaten zusammen, in Graz bis 12 Uhr bestellt, am selben Abend geliefert. Für den Strudel findest du Kräuterseitlinge in der Kategorie Pilze.

Häufige Fragen

Wie lagere ich Kartoffeln richtig?

Kühl und dunkel, im Vorratsraum oder Keller bei 4 bis 8 °C. Wasche sie erst vor der Zubereitung.

Darf ich Kartoffeln im Kühlschrank lagern?

Nur für wenige Tage. Ist es zu kühl, wird die Stärke in Zucker umgewandelt.

Welche Kartoffel nehme ich für Püree?

Mehlige Kartoffeln. Für Bratkartoffeln eignen sich festkochende, für Salat vorwiegend festkochende Sorten.

Kann ich Kartoffeln mit Keimen essen?

Keime bis etwa einen Zentimeter Länge und grüne Stellen schneidest du großzügig heraus. Größere Keime oder weiche, schrumpelige Knollen gehören in den Müll.

Aktualisiert im Oktober 2026.